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Für einen gesunden Körper ist ein gesunder Zellstoffwechsel das A und O

In diesem spielen Mitochondrien, spezielle kleine Zellorgane, die in fast jeder Zelle vorhanden sind, die wichtigste Hauptrolle: Sie gelten als die Kraftwerke unseres Körpers. Denn um zu überleben, benötigt der menschliche Körper Energie.

Mitochondrien entstehen durch bakterienähnliche Zweiteilung aus sich selbst. Nahrung, die in den Körper aufgenommen wird, wird zunächst verdaut und dann ins Blut aufgenommen. Dort wird sie wiederum an die Zellen verteilt, in denen sie durch Zellatmung oder Oxidation in Speicherenergie umgewandelt wird.

Mitochondrien stellen die Energie bereit, die der Organismus für die lebensnotwendigen Stoffwechselvorgänge braucht. Dafür produzieren sie rund um die Uhr ATP (Adenosintriphosphat), einen energietragenden Stoff, der dafür sorgt, dass alle in den Zellen physiologisch stattfindenden Prozesse natürlich ablaufen können – der Körper funktioniert also nur so gut, wie die einzelne Zelle funktioniert. Fehlt die dringend benötigte Energie, führt das unweigerlich zu Komplikationen in der Zellfunktion.

Wenn Freunde zu Feinden werden

Bei der gesunden Energiebildung in den Mitochondrien und bei anderen Leistungen der Zelle entstehen freie Radikale – auch oxidativer Stress genannt. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die Zellstrukturen, Eiweißmoleküle und auch das Erbgut angreifen, schädigen und funktionslos machen können. Normalerweise wird der oxidative Stress durch eine ausreichende Nährstoffversorgung und genügend Antioxidantien ausgeglichen. Folgende Faktoren verursachen jedoch häufig eine Überproduktion von Stickoxid (nitrosativer Stress) und freien Radikalen, die die Funktion der Mitochondrien hemmen:

  • Psychischer, physischer und emotionaler Stress
  • Toxine, Umweltgifte, Elektrosmog, Medikamente
  • Mangel- oder Fehlernährung (z.B. nitratreich)
  • Störungen der Darmflora, Darmerkrankungen
  • chronische Entzündungen und Infekte
  • Genussgifte (Alkohol und Nikotin)
  • körperliche Überlastung (z. B. extremer Leistungssport)
  • Impfungen
  • fehlende Entspannung, Schlafmangel

Auch für die Beseitigung abgestorbener Zellen im Körper müssen die Mitochondrien genügend Energie bereitstellen. Liegt ein Energiemangel vor, können die „Aufräumarbeiten“ nur teilweise durchgeführt werden. In der Folge führt dies automatisch zu einer Belastung des gesamten Körpers („Verschlackung“, Übersäuerung, Vergiftung) und ebenfalls zu vorzeitiger Alterung und chronischer Krankheit.

Beschädigte Mitochondrien vermehren sich zudem schneller als gesunde, weil sie kürzer und daher schneller zu vervielfältigen sind. Die schlechten Zellorganellen sind jedoch nur noch eingeschränkt in der Lage Sauerstoff zu nutzen, um für den Körper verwertbare Energie in Form von ATP bereitzustellen. Sie können auch keine Fettsäuren mehr verbrennen, sondern nur noch Zucker, wobei noch mehr Radikale entstehen – ein Teufelskreis, der dazu führt, dass die Zellen immer mehr an Leistungskraft verlieren und letztendlich absterben.

… jedes Symptom, jedes Organ, jedes Lebensalter …

Der dadurch entstehende Energiemangel im ganzen Organismus kann in jedem geschwächten Bereich des Körpers eine Vielzahl von Krankheitssymptomen hervorrufen. Vielen Zivilisationskrankheiten liegt eine Funktionsstörung der Mitochondrien zugrunde, die meist einhergeht mit einem chronischen Entzündungsgeschehen. Der Schweregrad einer Erkrankung hängt daher von der verbleibenden Aktivität betroffener Enzyme ab. Die Symptome reichen von unspezifischer Leistungsschwäche oder Kopfschmerz bis zum Organversagen.

Bekannte Beispiele für erworbene Mitochondriopathien sind: ADHS, Augenerkrankungen, Burnout, Chronisches Müdigkeitssyndrom, Fibromyalgiesyndrom, Depressionen und andere psychische Symptome, Diabetes mellitus Typ 2, metabolisches Syndrom mit Übergewicht, Herz- Kreislauferkrankungen, hoher Blutdruck (Hypertonie), Immunsystem (Allergien, Unverträglichkeiten, Autoimmunkrankheiten; Herpes, Epstein-Barr, Pilzinfektionen), Infektanfälligkeit (Bronchien, Mittelohr, Tonsillen, Magen), Krebserkrankungen, Migräne, Kopfschmerzen, Nieren und Blase, Arthrose, Bandscheibenvorfälle, Wirbelsäulenverschleiß, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, vorzeitige Alterung, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen …

Was Sie zur Stärkung der Mitochondrien tun können

Das Zusammenspiel verschiedenster Vitalstoffe macht die Zellatmung erst möglich. Dazu gehören unter anderem Zink, Selen, Vitamin-B-Komplex, Coenzym Q10, Omega 3 Fettsäuren und weitere wichtige Antioxidantien. Damit Ihre Zellkraftwerke wieder zünden können, ist daher die Zufuhr einer Kombination von Mikronährstoffen optimal und sinnvoll. Welcher Bedarf bei Ihnen besteht, lässt sich mit einer Vitalstoffanalyse ermitteln.

Eine weitere Möglichkeit, Ihre Zellen aufzufrischen, ist ein Sauerstoffzelltraining. Das sogenannte Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT) simuliert ein Höhentraining und ist seit vielen Jahren erforscht. Dabei wird durch Wechsel von Sauerstoffzufuhr und -entzug dafür gesorgt, dass beschädigte Mitochondrien abgestoßen und neue, leistungsfähige „Zellkraftwerke“ gebildet werden. Die hypoxische Phase gibt dabei den wichtigen Impuls zur beschleunigten Vermehrung neuer, gesunder Mitochondrien.

… und natürlich: Das richtige Zusammenspiel aus gesunder Ernährung, optimaler Vitalstoffversorgung sowie regelmäßiger Bewegung und Entspannung – sinnvoll in Ihren Alltag integriert – sorgt für gesunde Mitochondrien und die wiederum für Gesundheit.


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